Köln: 21.–24.11.2019

SAMMLERSEMINAR

Wo kann man Bauhaus-Werke sehen? Wo gibt es Originale zu kaufen? Und was muss man zu Bauhaus lesen? Ein Überblick.

Schauen

Über die besten Sammlungen zum Thema verfügen die drei deutschen Bauhaus-Museen, allen voran das Berliner Bauhaus-Archiv, das gerade renoviert wird. Noch bis 27. Januar 2020 zeigt es seine Schätze deshalb in der Ausstellung »original bauhaus« in der Berlinischen Galerie. Anfang April 2019 hat in Weimar das neue Bauhaus-Museum mit sehr guten Stücken aus der Frühzeit der Kunstschule eröffnet. Am 8. September 2019 wurde das neue Bauhaus Museum in Dessau eingeweiht, in dem ebenfalls originale Möbel zu besichtigen sind. Darüber hinaus besitzt fast jedes Museum für angewandte Kunst zumindest einige Objekte.

Kaufen

Der weltweit führende Händler ist Ulrich Fiedler in Berlin; derzeit zeigt er den zweiten Teil seiner Kabinettausstellung »bauhaus dessau 1925–1932« mit einer faszinierenden Parade museumsreifer Bauhaus-Möbel. Einzelne qualitätsvolle Stücke findet man bei Jochum Rodgers in Berlin. Hendrik A. Berinson ist auf Fotografie sowie Arbeiten auf Papier spezialisiert, Thomas Derda überrascht mit seltenen Drucksachen und mehr. Im Unterschied zu Designportalen im Netz bieten sie auch kunsthistorische Expertise.

Lesen

Ein echtes Standardwerk zu den Möbeln des Bauhauses fehlt. Als Leitfaden unersetzlich ist Alexander von Vegesacks »Deutsche Stahlrohrmöbel. 650 Modelle aus Katalogen von 1927–1958« (1986). Das bislang materialreichste Kompendium bietet der vom Bauhaus-Archiv herausgegebene Band »Bauhaus-Möbel. Eine Legende wird besichtigt« (2002). Wenn es um den Stahlrohr-Pionier geht, greift man zu Christopher Wilks »Marcel Breuer. Furniture and Interiors« (1981) und »Marcel Breuer. Design und Architektur« (2003). Einen guten Einblick in die Gestaltungswelt von Mies van der Rohe gibt der Symposiumsband »Mies und das Neue Wohnen« (2008).